Es gibt in der Schweiz immer weniger Handwerkerinnen und Handwerker. Denn viele Handwerksberufe sind in den letzten Jahrzehnten ausgestorben oder haben ein Imageproblem. Dabei sind sie unverzichtbar für Energiewende und Kreislaufwirtschaft.
Welche Rolle spielt es bei der ökologischen Transformation? Was lässt sich gegen den Fachkräftemangel tun? Und ist Handwerk tatsächlich unsterblich?

Die Zahl der Handwerkerinnen und Handwerker in der Schweiz hat in den letzten Jahrzehnten rapid abgenommen. Das hat mit der zunehmenden Automatisierung, aber auch mit der Auslagerung von handwerklichen Arbeiten in Billiglohnländer zu tun. Kaum ein T-Shirt wird noch hierzulande genäht, und nur wenige Schränke werden in der Schweiz geschreinert. Denn das ist in der Regel viel, viel teurer, als wir uns das inzwischen gewohnt sind: Wenn bei global tätigen Unternehmen ein T-Shirt für 5 Franken und ein Schrank für 150 Franken zu haben sind, warum sollten wir dann das Zehnfache oder mehr für ein in der Schweiz gefertigtes Produkt bezahlen? Da wären wir doch blöd … Aber in diesem Gedanken liegt schon der Kern des Problems, nämlich die Abwertung der handwerklichen Arbeit. Wir haben uns so sehr an all diese günstigen Produkte gewöhnt, dass wir oft nicht mehr sehen, wie viel Arbeit in jedem Kleidungsstück, in jedem Möbel steckt. Und vor allem sind wir meistens nicht willens oder in der Lage, so viel Geld dafür aufzuwenden, dass eine Näherin oder ein Schreiner in der Schweiz gut davon leben könnte. Mit anderen Worten: Viele in der Schweiz hergestellte Produkte sind zu einem – für viele unerschwinglichen – Luxus geworden. Entsprechend sind zahlreiche traditionelle Handwerksberufe hierzulande verschwunden oder in die Nische gedrängt worden.
Es gibt in der Schweiz immer weniger Handwerkerinnen und Handwerker. Denn viele Handwerksberufe sind in den letzten Jahrzehnten ausgestorben oder haben ein Imageproblem. Dabei sind sie unverzichtbar für Energiewende und Kreislaufwirtschaft.
Auf Schweizer Baustellen arbeiten zu einem grossen Teil migrantische Handwerker. Sie dürfen nicht mehr diskriminiert und ausgebeutet werden wie unter dem Saisonnierstatut. Aber unter würdigen Bedingungen arbeiten zu können, bleibt ein ständiger Kampf.
Die Polsterei und Sattlerei Hoher in Zürich besteht seit 1868 und wird von Ursula Hoher in vierter Generation geführt. Wie ein solch traditioneller Handwerksbetrieb heute bestehen kann, zeigt ein Besuch in ihrem Atelier.
Handwerk hat goldenen Boden? Die gesellschaftliche Stellung des Schaffens von Hand hat eine schillernde Geschichte. Eine kleine Soziologie des Handwerks.
In der Schweiz hängen jedes Jahr mehrere Menschen ihren Schreibtischjob an den Nagel, um sich einer handwerklichen Tätigkeit zu widmen. Sinnkrise, Bedürfnis nach Freiraum oder Systemkritik: Die Gründe für eine Neuorientierung sind vielfältig.
Johan Leutwiler ist Schwertschmied in Japan. Jeden Tag schmiedet der Walliser mit präzisen Hammerschlägen traditionelle Schwerter – der Schönheit wegen.
Viele Handwerksberufe sind nach wie vor Männerdomänen. Insbesondere in den Bau- und Installationsberufen bilden Frauen eine verschwindend kleine Minderheit. Warum ist das so? Und was braucht es, damit es künftig mehr Handwerkerinnen gibt?
Wie viel Handwerk steckt in einem Schuh? Erstaunlich viel. Zumindest wenn man einen klassischen Lederschuh fertigen will und nicht einen Hightech-Sneaker. Luxus darf man wohl beides nennen.
Die Schweizer Möbelindustrie ist in den letzten zwei Jahrzehnten stark unter Druck geraten. Dass Firmen weiterhin mit einheimischer Produktion und rückverfolgbarem Rohstoff punkten können, zeigt die Winterthurer Möbelmanufaktur Reseda.
Ein breites Bündnis aus Finanzbranche, Politik und Zivilgesellschaft – darunter auch die Alternative Bank Schweiz — hat am 16. April 2026 die Volksinitiative «Für einen nachhaltigen und zukunftsgerichteten Finanzplatz Schweiz» (FPI) eingereicht.
Die 35. ordentliche Generalversammlung der ABS fand am Samstag, 30. Mai 2026, in der Aeschbachhalle in Aarau statt. Insgesamt nahmen 217 Aktionärinnen und Aktionäre teil.
Nach neun Jahren tritt Gerhard Andrey aus dem Verwaltungsrat der ABS zurück. Der Nationalrat der Grünen machte sich für die Digitalisierung der Bank stark und half mit, die Transformation zur Soziokratie voranzubringen.
Attila Baumgartner arbeitete drei Jahre lang als Personalvertreter im Verwaltungsrat mit. Dabei verstand er sich als Brückenbauer zwischen Mitarbeitenden, Geschäftsleitung und Verwaltungsrat.
Bertrand Donninger, der seit 2017 bei der Alternativen Bank Schweiz arbeitet, ist seit Februar 2026 Mitglied der Geschäftsleitung. Der begeisterte Bergsportler ist für den Bereich Kundschaft Finanzieren verantwortlich.
Nach über einem Jahrzehnt bei einer Grossbank fand Carola Niederhauser bei der ABS ein Arbeitsumfeld, das ihrem Interesse für nachhaltiges Banking entspricht. Nun kann sie ihre Erfahrung und persönlichen Werte als Personalvertreterin im Verwaltungsrat einbringen.